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Cloud Computing – Möglichkeiten und Grenzen

Die Cloud wird auch 2015 das grosse Thema sein. Die Konjunktur verlangsamt sich, der starke Franken zwingt zu mehr Effizienz und Kostentransparenz.

Cloud Computing – Möglichkeiten und Grenzen


Unternehmen sehen sich veranlasst die ITC kritisch zu hinterfragen und die Kosten in Relation zum Nutzen zu stellen, somit gewinnt die Möglichkeit Services in die Cloud herauszugeben an Bedeutung. 

Die erste und wohl wichtigste Frage, bevor ein solches Projekt gestartet wird ist weshalb soll an der momentanen Situation etwas verändert werden. Was sind die Auslöser dieses Prozesses. Nicht für alle Zielsetzungen ist die Cloud die richtige Antwort.

Alternativen zu einer Auslagerung der Services in die Cloud könnte auch ein Re-Engineering der IT-Prozesse sein oder die Optimierung der IT-Kosten. Es ist wichtig sich über die Motivation klar zu werden, weshalb an der bestehenden Situation etwas geändert werden muss oder soll.

Was können mögliche Auslöser sein?

  • Effizienzsteigerung, Optimierung der Geschäftsprozesse
  • Steigender Kostendruck
  • Agilität, Anpassung der ICT auf Businessveränderungen
  • Sicherheitsgefährdung
  • Konzentration auf Kernkompetenzen, Kundenfokussierung
  • Mitarbeitermangel

Die Zielsetzungen und Erwartungen sollten auf Grund einer Risikobewertung erfolgen. Speziell KMU profitieren vom Skaleneffekt, was zu beträchtlichen Kosteneinsparungen führen kann. Eine professionell aufgebaute Infrastruktur die von erfahrenen Profis unterhalten wird, bringt einen grossen Zusatznutzen. Die anfallenden Kosten können auf viele Nutzer aufgeteilt werden.

Auf der anderen Seite liegen die Grenzen, die nicht ausser Acht gelassen werden dürfen. Das Unternehmen begibt sich in eine Abhängigkeit von Lieferanten. Die Kontrolle über die IT-Prozesse geht zum Teil verloren. Die Beziehung zum Lieferanten kann schwer oder sogar unmöglich werden.  

Damit der Einstieg in die Cloud nach einer ersten Euphorie nicht im Misserfolg und dem entsprechenden Roll-Back endet, sollten im Vorfeld der Entscheidung einige wichtige Punkte beachtet werden.

  • Wo sollten meine Daten liegen
  • Wieviel Zeit kann ich ohne IT arbeiten, bevor meinem Unternehmen irreparablen Schaden entsteht
  • Welche Service Zeiten benötigen wir. Müssen wir 7 Tage in der Woche, 24 Std. am Tage das System verfügbar haben oder reichen Bürostunden aus.
  • Wie geht der Service Provider mit meinen Wünschen und Anforderungen um
  • Gibt es einen festgelegten Prozess beim Provider, wen ich die Service und die Date zurück in meinen Betrieb nehmen möchte oder den Service Provider wechseln möchte, quasi ein Ausstiegsszenario.

Als zweiter Schritt können verschiedene Anbieter geprüft werden und einige wichtige Anforderungen können bereits im Vorfeld mit den Anbietern besprochen werden. Diese Anforderungen sollten später auch in einem Service Level Agreement (SLA) festgelegt werden.

  • Verantwortlichkeiten: Wer ist für was verantwortlich
  • Verfügbarkeit: Zu welchen Zeiten muss ein Dienst verfügbar sein, zu Bürozeiten, 24 Std. usw.
  • Geplante Ausfallzeiten für Servicearbeiten am System
  • Problemreporting und Eskalationswege
  • Backup und Wiederherstellung: Jedes System benötigt Backup und Recovery Prozesse
  • Notfallplanung: Es braucht einen Massnahmenkatalog für den Schadensfall und beschreibt die die Auswirkungen auf die Geschäftsprozesse
  • Security: Alle Massnahmen rund um die Sicherheit

Die Vorteile einer Verlagerung der Dienste in die Cloud liegen vor allem darin, dass sich das Unternehmen auf das eigene Kerngeschäft konzentrieren kann. Das Betriebsrisiko kann gesenkt werden und es kann eine Kostentransparenz geschaffen werden.


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